
Flexible Bürolösung
mit Bürocontainern
Bürocontainer: Mobile Büros als flexible Alternative
Als Baustellenbüros für Bauleiter und Ingenieure gehören Bürocontainer ebenso zum Alltagsbild wie als Übergangslösung bei Renovierungsarbeiten. In den letzten Jahren lässt sich ein Trend ausmachen, wonach Container zunehmend auch als dauerhafte Lösung für Bürogebäude Anwendung finden. Welche Arten von Containerbüros es gibt, was sie kosten, sowie Vor- und Nachteile im Überblick.
Maße von 8 bis 40 Fuß
Die Bezeichnung als Container wirkt bei einigen mobilen Büros eher unpassend. So besitzen einige Modelle eine Holzfassade und erinnern eher an einen kleinen Bungalow oder an ein Tiny House als an einen klassischen Seecontainer. Ein Grund, warum die Bezeichnung als Bürocontainer auf die meisten Module dennoch zutreffend ist, sind deren Maße.
Letztere sind international vereinheitlicht. Genauer gesagt, handelt es sich dabei um die ISO-Norm 668. Eine solche Standardisierung macht hier Sinn, um den Transport und das Abladen von Bürocontainern zu erleichtern. Gerade Baustellencontainer wechseln häufig ihren Standort und lassen sich so unkompliziert mit dem LKW transportieren.
Folgende Arten und Containermaße nach ISO-Norm (L×B×H) gibt es:
- 10 Fuß: 299,1 × 243,8 × 259,1 cm
- 20 Fuß: 605,8 × 243,8 × 259,1 cm
- 40 Fuß: 1219,2 × 243,8 × 259,1 cm
- 45 Fuß: 1371,6 × 243,8 × 259,1 cm
- 40 Fuß High Cube: 1219,2 × 243,8 × 289,6 cm
- 45 Fuß High Cube: 1371,6 × 243,8 × 289,6 cm
Ausstattung von Standard bis Luxus
Abgesehen von den standardisierten Maßen können Bürocontainer in ihrer äußeren Erscheinung sehr unterschiedlich ausfallen. Hier lassen sich eher funktionale Modelle unterscheiden und solche, die sich kaum als Stahlcontainer im klassischen Sinne erkennen lassen.
Bei herkömmliche Bürocontainer, wie sie beispielsweise als Baustellenbüros zum Einsatz kommen, handelt es sich um einen Seecontainer mit Fenstern und Türen. Zusätzlich besitzen sie eine äußere Ummantelung aus Sandwichplatten. Diese sorgen für die Isolierung. Die Tür besteht aus Stahl oder Kunststoff. Solche Raumcontainer werden üblicherweise temporär eingesetzt, weshalb sie Anbieter vor allem zur Miete anbieten.
Eher repräsentative Ausführungen von Bürocontainern sind stark individualisiert und haben bis auf die Maße optisch oft nicht mehr viel mit einem Seecontainer gemeinsam. Solche Raummodule finden oft als dauerhafte Lösung Anwendung, aber auch als Mietcontainer zum Beispiel auf Messen. Mit dem zunehmenden Trend zum Home Office lassen sie sich auch als Gartenbüro auf Privatgrundstücken finden. Statt dem typischen Container-Look mit Stahlfassade oder Sandwichplatten, besitzen Bürocontainer in der Luxusausführung Glasfronten oder eine Fassade aus Holz oder Beton. Auch die Innenausstattung unterscheidet sich deutlich. Während funktionale Containerbüros auf abwaschbare Oberflächen und Vinylböden setzen, ist hier von Fliesen bis Parkett alles möglich.
Preise für Bürocontainer
So breit wie das Spektrum an Ausführungen ist auch die Preisspanne von Bürocontainern. Entscheidend neben der Größe sind ist vor allem die Ausstattung und der Grad der Individualisierung.
Die Preise für einen 20 Fuß Bürocontainer mit Heizung beginnen neu bei 11.000 Euro. Gebraucht gibt es ein vergleichbares Modell je nach Zustand schon ab etwa 7.000 Euro. Für einen individualisierten Container liegen die Preise deutlich höher.
Bürogebäude in Containerbauweise
Bürocontainer lassen sich nicht nur als einzelne Raummodule einsetzen, sondern zu ganzen Gebäuden zusammensetzen. Dazu werden einzelne Container miteinander verbunden. Auch das Stapeln und die Verbindung der Etagen mit Innen- und Außentreppen ist möglich.
Die Containerbauweise ermöglicht den Bau ganzer Bürogebäude innerhalb kürzester Zeit zu vergleichsweise geringen Kosten. Auch hier kommt das Bauen mit Containern längst nicht mehr nur bei temporären Bauten zum Einsatz. So gilt das modulare Bauen laut vieler Branchenkenner als Zukunftstechnologie.
Die Fertigung einzelner Module und Raumeinheiten erfolgt zentralisiert in einem Werk. Dazu werden deutlich weniger Arbeitskräfte benötigt als auf einer Baustelle bei einem Individualbau. Dadurch, dass ein Großteil der Fertigung ab Werk erfolgt, ist die Containerbauweise weitestgehend wetterunabhängig. Auch die Qualitätskontrolle wird durch die Zentralisierung vereinfacht, sodass das modulare Bauen deutlich effizienter ist als ein Individualbau.


